Wie leben christliche Frauen mit komplexer posttraumatischer Belastungsstörung (kPTBS) ihren Glauben? Dieser Frage geht Tina Simson in ihrer Masterarbeit „… und das hier ist nicht alles.“ nach – einer qualitativ-empirischen Studie über Gottesbild, Gebet und biblische Erzählung im Leben traumatisierter Frauen, mit konkreten Impulsen für eine traumasensible Gemeindepraxis.
- Autorin: Tina Simson
- Abschluss: Master of Advanced Studies (MAS) in Theologie
- Jahr: 2024
- Methode: Qualitativ-empirische Studie (neun teilstrukturierte Interviews)
Worum geht es in dieser Masterarbeit?
Die Studie gibt christlichen Frauen mit komplexer posttraumatischer Belastungsstörung (kPTBS) und/oder dissoziativer Identitätsstruktur eine Stimme. Neun teilstrukturierte Interviews zeigen, wie Betroffene ihren Glauben leben und welche Rolle ihr Gottesbild, das Gebet und die biblische Erzählung in ihrem Alltag spielen.
Die Arbeit identifiziert zentrale Glaubens- und Lebensthemen: Geborgenheit durch den Glauben an einen beteiligten Gott, die Bedeutung der biblischen Heilsgeschichte, Variationen des Glaubens innerhalb des dissoziativen Systems sowie die besonderen Herausforderungen des Gemeindelebens. Die Ergebnisse zeigen die Tiefe und Widerstandskraft des Glaubens dieser Frauen – und bieten Anregungen für eine traumasensible Gemeindepraxis, die Inklusion, Feinfühligkeit und echte Begegnung fördert.
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Diese Masterarbeit entstand im Rahmen eines theologischen Studienprogramms auf Master-Level. Du möchtest selbst berufsbegleitend forschen und dich theologisch vertiefen? Dann schau dir den MAS Theologie & Führung an. Für Seelsorge- und Gemeindepraxis-Themen findest du passende Kurse in unseren Gemeindethemen.
Häufige Fragen
Eine komplexe posttraumatische Belastungsstörung prägt auch die Spiritualität: Gottesbild, Gebet und Gemeindeerleben werden durch die Traumafolgen beeinflusst. Die Studie zeigt aber auch die besondere Tiefe und Widerstandskraft des Glaubens Betroffener.
Eine Gemeindepraxis, die Traumafolgen kennt und berücksichtigt: Sie fördert Inklusion, Feinfühligkeit und echte Begegnung, statt Betroffene durch unbedachte Formen oder Erwartungen zu überfordern.