Kursmodul: Soteriologie: Das Heil missional erfassen
Dieses Modul befasst sich mit dem biblischen Verständnis vom Heil (Soteriologie) und wie dieses in missionaler Perspektive formuliert und in konkreten Kontexten kommuniziert werden kann.
„Missionale Perspektive“ heißt dabei, dass Themen des christlichen Glaubens nicht einfach als zeit- und kontextenthobene Lehrsysteme formuliert werden sollen und können, sondern dass sie immer im Rahmen von Gottes heilbringender Bewegung zu den Menschen (missio Dei) formuliert und kommuniziert werden müssen.
Als Spitzensatz und gleichsam Leitmotiv einer missionalen Theologie kann auf folgende Formulierung von David Bosch hingewiesen werden (Ganzheitliche Mission, S. 311):
„Mission hat ihren Ursprung im Vaterherzen Gottes. Er ist die Quelle der sendenden Liebe. Das ist die tiefste Quelle der Mission. Es ist nicht möglich noch tiefer vorzudringen: Es gibt Mission, weil Gott die Menschen liebt.“
Biblische Texte werden deshalb im Rahmen der biblischen Gesamterzählung gedeutet, und Lehrformulierungen werden im Dialog zwischen biblischen Texten und gegenwärtigen Lebenskontexten formuliert.
Es ist offensichtlich, dass es beim Thema „Heil“ um den Kern des Evangeliums und damit des christlichen Glaubens geht. Es geht um nicht weniger, als um die Frage, was denn das „Gute“ an der „guten Nachricht“ ist.
Wer missional theologisiert, versteht sich immer als Anwalt der Bibel als Gottes Wort und als Anwalt konkreter Menschen in konkreten Kontexten mit ihren Fragen, Anfragen und Bedürfnissen. Eine christliche Lehre vom Heil (Soteriologie) wird deshalb mit Vehemenz auf die Aussagen der normativen Erzählung der Bibel hören, und mit ebenso großer Vehemenz mit den Menschen in konkreten Kontexten im Gespräch sein. Zu beidem will dieses Modul befähigen.
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